SRC, UBI & Navigation: Welche Scheine du an Bord wirklich brauchst
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SRC, UBI & Navigation: Welche Scheine du an Bord wirklich brauchst

SRC, UBI oder LRC? Welches Funkzeugnis und welche Navigationskenntnisse du für dein Revier brauchst – verständlich erklärt.

Veröffentlicht am

31. Mai 2026

Lesezeit

3 Min.

Sobald du ernsthaft aufs Wasser gehst, kommen zwei Themen zusammen, die zusammengehören: Navigation – wo bin ich, wohin fahre ich? – und Funk – wie rufe ich im Notfall Hilfe? Dieser Ratgeber ordnet das Durcheinander aus SRC, UBI, LRC und Navigationsscheinen und zeigt dir, welche Qualifikation du für dein Revier wirklich brauchst.

SRC, UBI oder LRC – welches Funkzeugnis?

Welcher Funkschein der richtige ist, hängt davon ab, wo du fährst und welche Funkanlage an Bord ist. Die drei wichtigsten im Sportbootbereich:

Funkzeugnisse im Sportbootbereich

Schein
Revier
Funkbereich
UBIBinnenschifffahrtsstraßenUKW-Binnenfunk
SRCKüste / weltweit, kleine AnlagenUKW-Seefunk (GMDSS)
LRCWeltweit, auch Kurzwelle/SatellitUKW + Grenz-/Kurzwelle

Was kosten die Kurse? Das SRC ist als Kompaktkurs meist an einem Wochenende absolviert und kostet ca. 180–280 € inklusive Prüfungsgebühr. Das UBI liegt bei ca. 120–180 € und ist oft noch kürzer. Das LRC schlägt mit ca. 300–450 € zu Buche, da es Kurzwellen- und Satellitenfunk umfasst und entsprechend aufwendiger ist.

Die häufigste Kombination

Wer an der Küste mit dem eigenen Boot unterwegs ist, braucht in der Regel das SRC. Auf Flüssen und Kanälen ist es das UBI. Das LRC ist für Hochsee- und Fahrtensegler mit Kurzwellenfunk gedacht.

Navigation: vom Kartenkurs zur Praxis

Funk hilft im Notfall – Navigation sorgt dafür, dass es gar nicht so weit kommt. Die Grundlagen lernst du bereits im SBF See; tiefer geht es mit den weiterführenden Scheinen.

Worauf es bei der Navigation ankommt

  • Seekarte lesen: Tonnen, Tiefen, Leuchtfeuer und Sperrgebiete erkennen
  • Kurs absetzen: Kompasskurs, Missweisung und Ablenkung berücksichtigen
  • Standortbestimmung: Peilung, Koppelnavigation und GPS sinnvoll kombinieren
  • Gezeiten & Strom: an der Küste Pflicht, auf Binnenrevieren nebensächlich

Wo Navigation Pflicht wird

Der SKS (Sportküstenschifferschein) und höhere Scheine verlangen fundierte Navigationskenntnisse. Wer nur auf Binnengewässern oder küstennah mit GPS fährt, kommt mit den SBF-Grundlagen weit – sollte die Karte aber trotzdem lesen können.

SKS: der Schritt zur vertieften Navigation

Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist die erste Stufe mit ernsthafter Navigationsprüfung: Du benötigst als Voraussetzung den SBF See sowie mindestens 300 Seemeilen Fahrtpraxis auf Seegewässern. Der Kurs dauert typischerweise eine Woche oder verteilt sich auf mehrere Wochenenden; Kursgebühren liegen bei ca. 400–700 €. Die Prüfung umfasst Kartenarbeit (Peilnavigation, Kursberechnung, Gezeitenkorrektur), Wetterkunde und Seerecht. Mit dem SKS darfst du weltweite Küstenfahrt betreiben – und du bist damit reif für die meisten Charter-Destinationen im Mittelmeer.

In welcher Reihenfolge machst du die Scheine?

Sinnvolle Reihenfolge für Küstenfahrer

  1. SBF See – Grundlage für motorisierte Boote auf See, inkl. Basis-Navigation
  2. SRC – Seefunkzeugnis, oft direkt im Anschluss in einem Wochenende
  3. SKS – Sportküstenschifferschein mit vertiefter Navigation und Seemeilen-Praxis
  4. LRC – nur für Hochsee/Kurzwelle, wenn du wirklich weit hinaus willst

Auf dem Binnenrevier sieht die Reihenfolge anders aus: Hier reicht meist SBF Binnen + UBI.

SRC-Kursablauf: Was dich in der Prüfung erwartet

Das SRC ist ein Kompaktkurs, der meist an einem verlängerten Wochenende absolviert wird. Der Theorieblock deckt folgende Themen ab: GMDSS-Grundlagen (Global Maritime Distress and Safety System), DSC-Verfahren (Digital Selective Calling), Sprechfunkregeln, Notrufprozedur (MAYDAY, PAN PAN, SECURITÉ) und Schiffstationszeugnis. In der praktischen Prüfung bedienst du ein zertifiziertes Übungsgerät: Du sendest einen DSC-Notruf, wechselst Kanäle und führst ein Sprechfunkgespräch nach Vorschrift durch. Typische Fehler sind falsche Positionsangabe oder das Vergessen der Schiffskennung – mit Vorbereitung aber gut zu vermeiden.

Prüfungsrelevante Kernthemen SRC

  • Kanal 16 als Notfall- und Anrufkanal kennen und einstellen
  • DSC-Notruf mit Position, Art des Notfalls und MMSI absetzen
  • Sprechfunkverfahren: Anruf, Antwort, Verbindungsabbruch
  • Schiffsstationszeugnis und Logbuchpflicht verstehen

Häufige Fragen zu Navigation & Funk

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