Tauchschein machen: Kosten, Voraussetzungen & Ablauf
Tauchschein machen leicht gemacht: Was ein OWD-Kurs kostet, welche Voraussetzungen du brauchst, wie die Ausbildung abläuft und welcher Schein zu dir passt – der komplette Überblick für Deutschland.
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Tauchschein machen: Kosten, Voraussetzungen und Ablauf
Du willst einen Tauchschein machen, weißt aber nicht, was auf dich zukommt, was es kostet und welcher Schein der richtige ist? Dieser Ratgeber gibt dir den kompletten Überblick – von den realen Gesamtkosten über die medizinischen Voraussetzungen bis zum genauen Kursablauf. So gehst du bestens vorbereitet in deine erste Tauchstunde.
Der weltweit anerkannte Einsteiger-Tauchschein heißt Open Water Diver (OWD) – oft auch einfach "Tauchschein" oder "Grundtauchschein" genannt. Mit ihm darfst du nach dem Kurs lebenslang und weltweit bis 18 Meter Tiefe tauchen. Der Schein wird von Verbänden wie PADI, SSI oder CMAS ausgestellt und ist international gültig.
Was kostet ein Tauchschein?
Ein kompletter Open-Water-Diver-Kurs kostet in Deutschland typischerweise 350 bis 600 €. Der Preis hängt stark davon ab, ob Ausrüstung, Pooleintritte, Lehrmaterial und Brevet-Gebühr enthalten sind. Rechne zusätzlich mit Nebenkosten – die echte Gesamtsumme liegt oft etwas höher als die beworbene Kursgebühr.
Typische Kostenpositionen für den Tauchschein (OWD)
Position | Kosten |
|---|---|
| Kursgebühr (OWD) | 300–550 € |
| Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU) | 50–90 € |
| Lehrmaterial / E-Learning | 0–80 € (oft inklusive) |
| Leihausrüstung | 0–120 € (oft inklusive) |
| Brevetierung / Zertifikat | 30–60 € |
Spar-Tipp
Achte bei Angeboten auf "all inclusive". Ein Kurs für 350 € ohne Ausrüstung und Brevet kann am Ende teurer sein als ein 480-€-Komplettpaket. Frag immer nach, was genau im Preis enthalten ist.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Tauchschein?
Tauchen ist für fast jeden geeignet – vom Jugendlichen bis zum Rentner. Ein paar gesundheitliche und körperliche Grundvoraussetzungen musst du aber erfüllen, denn Sicherheit steht beim Tauchen an erster Stelle.
Voraussetzungen für den Open Water Diver
- Mindestalter: 10 Jahre (Junior Open Water) bzw. 15 Jahre (Open Water Diver)
- Schwimmfähigkeit: 200 m schwimmen ohne Hilfsmittel (oder 300 m mit Schnorchelausrüstung)
- 10 Minuten Wassertreten bzw. an der Oberfläche treiben
- Gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU) vom Arzt
- Keine akute Erkältung, gesunder Druckausgleich
Pflicht: Die Tauchtauglichkeit (TTU)
Ohne ärztliches Attest lässt dich keine seriöse Tauchschule ins Wasser. Die Untersuchung prüft Lunge, Ohren und Herz-Kreislauf-System und wird von Tauchärzten oder oft auch vom Hausarzt durchgeführt. Plane sie vor dem Kursstart ein.
Wie läuft die Tauchausbildung ab?
Der OWD-Kurs ist international standardisiert und besteht aus drei Säulen. Insgesamt dauert er meist 3 bis 5 Tage, oft auf zwei Wochenenden verteilt.
Die drei Phasen des Tauchscheins
- Theorie: Tauchphysik, Physiologie, Ausrüstung – heute meist bequem als E-Learning von zu Hause.
- Pool / Confined Water: geschütztes Wasser, in dem du die lebenswichtigen Skills übst (Maske ausblasen, Tarierung, Notfallverfahren).
- Freiwasser: mindestens 4 Tauchgänge im See oder Meer unter Aufsicht – das Highlight der Ausbildung.
Welcher Tauchschein passt zu mir?
Je nach Ziel steigst du auf einer anderen Stufe ein. Hier die Ausbildungsleiter im Überblick – jeder Schritt hat einen eigenen, ausführlichen Ratgeber:
PADI, SSI oder CMAS – welcher Verband?
Alle drei großen Verbände bilden nach hohen, vergleichbaren Sicherheitsstandards aus, und alle Brevets sind international anerkannt. PADI ist weltweit am verbreitetsten und ideal, wenn du im Urlaub weitertauchen willst. SSI ist eng mit Tauchschulen verzahnt und oft etwas günstiger. CMAS ist der vereinsbasierte Verband (z. B. über den VDST) mit gründlicher, kostengünstiger Ausbildung im Club. Für den Einstieg ist die Tauchschule und der Tauchlehrer wichtiger als der Verband.
Tauchschein in Deutschland oder im Urlaub?
Im heimischen See lernst du unter anspruchsvolleren Bedingungen (kühleres Wasser, weniger Sicht) – wer hier besteht, taucht überall sicher. Urlaubskurse sind oft schneller und im warmen Wasser angenehmer, dafür unter Zeitdruck. Beides führt zum selben international gültigen Brevet.
Zum Vergleich: Bayerische Bergseen wie der Walchensee haben im Sommer Oberflächentemperaturen von 18–22 °C, darunter kühlt es auf 8–12 °C ab – das trainiert die Kältetoleranz und macht dich für alle Reviere fit. Die Sichtweite beträgt dort 8–15 Meter. In der Nordsee hingegen sorgst du durch Strömung und trübes Wasser (Sicht oft unter 3 m) für maximales Vertrauen in deine Kompetenz. Im Vergleich: Tropische Reviere wie das Rote Meer bieten 25–28 °C Wassertemperatur und Sichten bis 30 Meter – ideal als Taucheinstieg im Urlaub. Frühjahrsstunden in deutschen Seen beginnen ab April, die beste Saison liegt zwischen Mai und Oktober.
Häufige Fragen zum Tauchschein
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