
Welcher Segelschein ist der richtige? SBF, SKS & SSS
SBF Binnen, SBF See, SKS oder SSS? Wir erklären, welcher Segelschein für welches Revier gilt, wann du welchen brauchst und in welcher Reihenfolge du sie machst.
Veröffentlicht am
31. Mai 2026
Lesezeit
2 Min.
Inhaltsverzeichnis
Welcher Segelschein ist der richtige – eine erste Orientierung
Du willst segeln lernen und stolperst sofort über ein Buchstaben-Wirrwarr: SBF Binnen, SBF See, SKS, SSS. Welcher Schein ist eigentlich Pflicht, welcher nur empfohlen – und in welcher Reihenfolge machst du sie am besten?
Dieser Überblick ordnet die wichtigsten deutschen Segelscheine nach Revier und Einsatzzweck, damit du genau den Kurs buchst, den du wirklich brauchst.
Die Segelscheine im Überblick
Die wichtigsten deutschen Segel- und Bootsscheine
Schein | Revier | Status |
|---|---|---|
| SBF Binnen | Flüsse, Seen, Kanäle | amtlich, oft Pflicht |
| SBF See | Küstengewässer / Seeschifffahrtsstraßen | amtlich, Pflicht ab 15 PS |
| SKS | Küste bis 12 sm vor der Küste | amtlich, von Vercharterern verlangt |
| SSS | Küstennahe Seegewässer bis 30 sm | amtlich empfohlen |
| SHS | Weltweite Fahrt über 30 sm | amtlich empfohlen |
Binnen oder See – wo willst du segeln?
Die erste Frage ist immer das Revier. Der SBF Binnen gilt auf Binnengewässern wie Flüssen, Seen und Kanälen. Viele beliebte Segelreviere wie der Bodensee oder die großen bayerischen Seen fallen darunter. Auf einigen Binnenrevieren darfst du kleine Jollen unter einer bestimmten Segelfläche sogar führerscheinfrei segeln – im Zweifel gibt dir die Segelschule Auskunft.
Der SBF See ist der amtliche Führerschein für die Küstengewässer von Nord- und Ostsee. Er ist die Grundlage für alle weiterführenden Seescheine und für viele Segler der erste Schritt, bevor es auf größere Yachten geht.
SKS, SSS & SHS – für größere Törns
Sobald du eine Yacht chartern oder weiter raus willst, kommen die küstennahen und seegehenden Scheine ins Spiel. Sie bauen aufeinander auf und decken jeweils ein größeres Fahrtgebiet ab.
Die Aufbau-Scheine
- •SKS (Sportküstenschifferschein): Praxisschein für Küstengewässer bis 12 Seemeilen. Zwar offiziell nur empfohlen, aber von fast jedem Charterunternehmen verlangt. Voraussetzung: SBF See sowie 300 Seemeilen Logbucheintrag. Die Praxisprüfung findet auf einer Segelyacht statt.
- •SSS (Sportseeschifferschein): Für küstennahe Seegewässer weltweit bis 30 Seemeilen vor der Küste.
- •SHS (Sporthochseeschifferschein): Der höchste Sportschein für die weltweite Fahrt über 30 Seemeilen hinaus.
In welcher Reihenfolge machst du die Scheine?
Für die meisten Einsteiger ist der Weg klar: Wer aufs Meer will, beginnt mit dem SBF See und hängt nach etwas Praxiserfahrung den SKS an, um Yachten chartern zu können. Wer nur auf Binnenseen segelt, kommt oft mit dem SBF Binnen aus.
Erst Praxis, dann der nächste Schein
Zwischen SBF See und SKS solltest du echte Seemeilen sammeln. Die SKS-Praxisprüfung setzt voraus, dass du eine Yacht sicher manövrieren kannst – ein paar Mitsegeltörns sind die beste Vorbereitung.
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