Tauchen in Bayern: Die besten Seen zum Tauchen (Walchensee, Starnberger See & Co.)
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Tauchen in Bayern: Die besten Seen zum Tauchen (Walchensee, Starnberger See & Co.)

Walchensee, Starnberger See, Echinger Weiher: Die besten Tauchgewässer in Bayern – mit Tipps zu Sichtweite, Jahreszeit und der richtigen Tauchschule.

Veröffentlicht am

31. Mai 2026

Lesezeit

3 Min.

Wer ans Tauchen in Deutschland denkt, hat meistens die Nordsee oder Ostsee im Kopf. Dabei ist Bayern eines der abwechslungsreichsten Tauchreviere Mitteleuropas – mit kristallklaren Bergseen, sichtweiten von bis zu 15 Metern und einer Tauchinfrastruktur, die kaum zu wünschen übrig lässt.

Von der Einstiegswiese am Echinger Weiher bis zur Allmannshausen-Steilwand am Starnberger See: Diese Seen lohnen sich.

Warum Bayern ein starkes Tauchrevier ist

Die Seen des bayerischen Voralpenlandes verdanken ihre Qualität der Geologie: Sie werden von Gletscherschmelzwasser und Karstquellen gespeist, was für außergewöhnlich klares, sauerstoffreiches Wasser sorgt. Dazu kommt eine gut ausgebaute Tauchschullandschaft – rund um München und Augsburg gibt es über ein Dutzend zertifizierter Tauchschulen mit eigenem Gewässer oder festen Kooperationspartnern.

Sichtweite & Tiefe

An guten Tagen (Mai–Juli) liegt die Sichtweite an Walchensee und Starnberger See zwischen 8 und 15 Metern. Die maximale Tiefe reicht von 10 Metern am Echinger Weiher bis zu über 70 Metern im Starnberger See – für alle Niveaus ist etwas dabei.

Die besten Seen zum Tauchen in Bayern

Walchensee: Alpines Highlight mit Farbenspiel

Der Walchensee auf 800 Metern Höhe gilt unter Sporttauchern als einer der schönsten Süßwasserseen in Deutschland. Das tiefblaue Wasser bietet Sichtweiten von bis zu 12–15 Metern, eine felsige Unterwassertopografie und Wassertemperaturen zwischen 7 und 18 °C je nach Tiefe. Tauchtiefen bis 70 Meter sind möglich, für Open-Water-Taucher sind die flacheren Zonen bis 18 Meter besonders attraktiv.

Starnberger See: Allmannshausen-Steilwand

Am Starnberger See ist die Allmannshausen-Steilwand der bekannteste Tauchspot – eine versunkene Felswand, die fast senkrecht in die Tiefe abfällt. Sichtweiten von 8–12 Metern, vielfältige Fauna (Hechte, Welse, Krebse) und eine gut erreichbare Einstiegsstelle machen den Spot zu einem Klassiker für Fortgeschrittene. Entfernung von München: nur ca. 35 Kilometer.

Echinger Weiher: Das Einsteigerbecken vor München

Direkt nördlich von München liegt der Echinger Weiher – das bevorzugte Ausbildungsgewässer vieler Münchner Tauchschulen. Maximaltiefe ca. 10 Meter, ruhiges Wasser, kontrollierte Bedingungen und eine großzügige Liegewiese. Hier machen Dutzende Schüler jedes Jahr ihre Freiwassertauchgänge im Rahmen des Open Water Diver Kurses.

Bodensee: Der große Bruder im Westen

Wer bereit ist, etwas weiter zu fahren: Der Bodensee bietet mit bis zu 254 Metern Tiefe völlig andere Dimensionen. Ein konkreter Highlight-Spot ist das Schiff-Wrack vor Friedrichshafen – ein im flachen Wasser gesunkenes Fahrzeug, das in ca. 10–20 Metern Tiefe zugänglich ist und als Orientierungs- und Fotomotiv bei Fortgeschrittenen beliebt ist. Weitere Einstiege in Lindau ermöglichen Tauchgänge entlang versunkener Pfahlbauten, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Mehrere spezialisierte Tauchschulen in Lindau und Friedrichshafen bieten Führungen und Kurse an und machen den Bodensee zum Ziel für ambitionierte Sporttaucher aus ganz Bayern.

Tauchbasen, Freigaben und was du wissen musst

Nicht jeder bayerische See darf frei betaucht werden. Viele Gewässer stehen unter Naturschutz oder haben spezifische Taucheinstiegspunkte, die du kennen solltest.

Was du vorab klären solltest

  • Genehmigungspflicht: Manche Seen (z. B. Teile des Chiemsees) erfordern eine Genehmigung der Fischerei- oder Naturschutzbehörde. Informiere dich beim örtlichen Tauchclub oder der Gemeinde.
  • Einstiegspunkte: Freigegebene Einstiegsstellen sind in der Regel durch Schilder markiert. Halte dich daran – nicht freigegebene Uferabschnitte können bußgeldbewehrt sein.
  • Brevet-Anforderung: Für Tauchgänge in zertifizierten Gewässern wird meist mindestens ein Open Water Diver Brevet verlangt.
  • Tauchbasis vor Ort: Viele Seen haben Kooperationspartner unter den lokalen Tauchschulen, die Equipment verleihen und Buddy-Vermittlung anbieten.

Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober im Freiwasser

Die optimale Saison für Freigewässertauchgänge in Bayern liegt zwischen Mai und Oktober. Im Frühjahr ist das Wasser noch kalt (8–12 °C), dafür bieten viele Seen die beste Sicht des Jahres, bevor sich Algen entwickeln. Im Sommer steigen die Oberflächentemperaturen auf 18–22 °C, die Tiefenzonen bleiben aber konstant kühl.

Tauchbedingungen in bayerischen Seen – Überblick nach Saison

Jahreszeit
Wassertemperatur (Oberfläche)
Sichtweite
Bemerkung
März – April5 – 10 °C10 – 15 mBeste Sicht, Neopren 7 mm + Haube empfohlen
Mai – Juli12 – 18 °C8 – 12 mIdeale Kombination aus Sicht und Komfort
August – September18 – 22 °C5 – 9 mWarmste Periode, Sicht etwas schlechter
Oktober – November8 – 14 °C10 – 15 mRuhig, wenig Betrieb, gute Sicht

Ausrüstung für bayerische Seen

Auch im Sommer empfehlen sich mindestens 5-mm-Neopren für Tauchgänge unter 10 Meter. Unterhalb der Sprungschicht sinken die Temperaturen in Seen wie dem Walchensee auch im August schnell auf 7–10 °C.

Tauchschule in Bayern finden: Worauf du achten solltest

Eine gute Tauchschule macht den Unterschied zwischen einem souveränen Taucher und einem, der nach dem Kurs unsicher im Wasser ist. In Bayern gibt es eine breite Auswahl – diese Kriterien helfen dir bei der Wahl.

Kriterien für eine gute Tauchschule

  1. Eigenes Ausbildungsgewässer: Tauchschulen, die ihr Freiwassertraining an einem festen Partnergewässer durchführen, können den Ausbildungsstandard besser kontrollieren.
  2. Kleine Gruppen: Idealerweise nicht mehr als 4–6 Schüler pro Instruktor im Wasser. So hast du mehr Aufmerksamkeit und lernst sicherer.
  3. Qualifizierte Instruktoren: Schau nach Zertifizierungen (PADI Instructor, SSI Instructor) und Erfahrungsjahren – frag ruhig nach.
  4. Moderne Ausrüstung: Leihequipment sollte regelmäßig gewartet sein. Frag, wann die letzte TÜV-Prüfung der Atemregler erfolgte.
  5. Bewertungen lesen: Kundenrezensionen auf Plattformen geben ein reales Bild. Achte besonders auf Kommentare zu Sicherheit und Lernklima.

Häufige Fragen: Tauchen in Bayern

Tauchen Bayern Seen – Antworten auf die häufigsten Fragen

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