
Gleitschirmfliegen lernen in Bayern: Allgäu, Lenggries, Oberstdorf
Bayern ist das Herz des deutschen Gleitschirmsports. Die besten Reviere, Flugschulen und die ideale Jahreszeit für deine Ausbildung im Überblick.
Veröffentlicht am
31. Mai 2026
Lesezeit
2 Min.
Inhaltsverzeichnis
Bayern ist das Mekka des deutschen Gleitschirmsports. Nirgendwo sonst findest du eine solche Dichte an erstklassigen Startplätzen, professionellen Flugschulen und idealen Lernbedingungen. Ob Allgäu, Lenggries oder Tegelberg - hier erfährst du, welche Reviere sich für Einsteiger eignen, wie du die richtige Flugschule findest und wann die beste Zeit zum Lernen ist.
Die besten Flugreviere für Gleitschirm-Einsteiger in Bayern
Allgäu & Oberstdorf: Das Herz des bayerischen Gleitschirmsports
Das Allgäu bietet mit Nebelhorn (2.224 m) und Söllereck (1.706 m) bei Oberstdorf zwei der bekanntesten Startplätze Deutschlands. Das Nebelhorn eignet sich für fortgeschrittene Schüler in der Höhenflugsphase, der Söllereck mit seinem Übungsgelände ist ideal für Grundkurs-Hangflüge. Die breiten Täler, thermikfreundlichen Hänge und die gute Infrastruktur machen das Oberallgäu zur Top-Destination für die Ausbildung.
Immenstadt & Mittag: Kompakter Einstieg im Oberallgäu
Der Mittag (1.449 m) bei Immenstadt ist ein klassischer Schulberg: überschaubar, mit zuverlässiger Thermik von März bis Oktober und einem sicheren Landeplatz im Tal. Flugschulen im Raum Immenstadt nutzen ihn intensiv für Grundkursgruppen. Vorteil gegenüber Oberstdorf: weniger Betrieb, mehr Platz zum Lernen.
Lenggries & Brauneck: Der Klassiker Oberbayerns
Der Brauneck (1.558 m) bei Lenggries ist einer der meistgeflogenen Startplätze Bayerns - und das aus gutem Grund: Er ist per Gondel erschlossen, hat mehrere Startplätze für verschiedene Windrichtungen und einen großzügigen Landeplatz. Für Kurse ist er ideal, weil Flugschüler schnell viele Flüge pro Tag sammeln können. Lenggries liegt zudem nur 60 km südlich von München - für Münchner der nächstgelegene ernsthafte Übungsberg.
Tegelberg & Füssen: Romantik und gute Thermik
Der Tegelberg (1.730 m) im Ostallgäu bei Füssen bietet spektakuläre Ausblicke auf Schloss Neuschwanstein - und hervorragende Flugbedingungen. Die Thermik am Tegelberg ist gut voraussagbar, was Flugschulen schätzen. Das Gelände eignet sich für Höhenflüge in der zweiten Ausbildungshälfte.
Tipp für Kursteilnehmer
Viele bayerische Flugschulen wechseln während der Ausbildung zwischen mehreren Revieren, je nach Wetterlage. Das ist ein Vorteil, kein Nachteil - du lernst unterschiedliche Bedingungen kennen.
Wann ist die beste Zeit zum Gleitschirmlernen in Bayern?
Bayern hat eine ausgeprägte Gleitschirmsaison. Die folgende Übersicht hilft dir, deinen Kurs richtig zu planen:
Saison-Überblick Bayern
- •März–April (Frühling): Erste Thermiksaison beginnt. Wenig Betrieb, oft günstigere Kurspreise. Morgens noch kalt, ideal für Bodenhandling-Training auf Hangwiesen.
- •Mai–Juli (Hauptsaison): Beste Bedingungen für Grundkurs und Höhenflüge. Warme Temperaturen, zuverlässige Thermik ab 10 Uhr, lange Nachmittage. Hochbetrieb auf den Startplätzen - frühzeitig buchen.
- •August–September: Heiß und oft gewittrig. Für fortgeschrittene Ausbildungsphasen gut nutzbar, Einsteiger sollten die Mittagsthermik meiden.
- •Oktober: Goldener Herbst für Gleitschirmflieger. Stabile Hochdruckwetterlagen, schwache Thermik - ideal für die letzten Ausbildungsflüge und die Prüfungsvorbereitung.
- •November–Februar (Winter): Kaum Kursbetrieb außer Bodenhandling-Workshops. Manche Schulen bieten Theorieblöcke an, um die Prüfung vorzubereiten.
Wie wählst du die richtige Flugschule in Bayern?
In Bayern gibt es über 40 DHV-anerkannte Gleitschirmschulen. Hier sind die Kriterien, auf die es wirklich ankommt:
Checkliste Flugschulwahl
- DHV-Anerkennung: Pflicht. Nur DHV-anerkannte Schulen dürfen die Lizenz ausstellen.
- Ausbilder-Qualifikation: Mindestens ein A-Fluglehrer (IPPI Level 5) muss im Kurs dabei sein.
- Gruppengröße: Maximal 6–8 Schüler pro Fluglehrer. Kleinere Gruppen = mehr Flüge pro Tag.
- Eigenes Übungsgelände: Schulen mit eigenem Hang können bei suboptimalem Hauptwetter trotzdem unterrichten.
- Modernität der Leihe-Ausrüstung: Schirme sollten nicht älter als 4–5 Jahre sein.
- Bewertungen lesen: Achte auf Kommentare zur Flexibilität bei Wetterpausen und zur Erreichbarkeit des Fluglehrers.
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